heiter bis wolkig

Was bleibt, wenn ich lasse

Der Sinn - und dieser Satz steht fest - ist stets der Unsinn, den man lässt. (Odo Marquard) Wilhelm Busch wusste: «Das Gute ist stets das Böse, was man lässt.» Tugend als unterlassenes Laster. Wer nicht stiehlt, ist kein Heiliger, er hatte bloss keine Gelegenheit. Marquard setzt anders an: Sinn

Ein Stüpfchen und ein Kreis

Ich weiss nicht, wer ich bin; ich bin nicht, was ich weiss; ein Ding und nicht ein Ding, ein Stüpfchen und ein Kreis. (Angelus Silesius) Aus meiner Schulzeit (ich war und bin im Bereich Mathematik eine Katastrophe) erinnere ich mich verschwommen, dass es mit Kreis und Punkt etwas Besonders auf

Das Wahre

Wir müssen überzeugt sein, dass das Wahre die Natur hat, durchzudringen. (Georg Wilhelm Friedrich Hegel) Ein Aufruf zum Vertrauen und zur Geduld. In Zeiten des Zweifels, wenn Lügen überzeugender scheinen als Wahrheit, wenn Verwirrung regiert. Dennoch der Kraft der Wahrheit vertrauen. Nicht naiv, sondern mit der Überzeugung: Das Falsche trägt

Wohin denn ich?

Wohin denn ich? Es leben die Sterblichen von Lohn und Arbeit; wechselnd in Müh und Ruh ist alles freudig; warum schläft denn nimmer nur mir in der Brust der Stachel? (Friedrich Hölderlin) Mit einem Gefühl inneren Friedens in den Abend gehen, diesen flüchtigen Übergang zwischen Tun und Träumen still geniessen,

Vom Glück, sich auszuhalten

Glücklich sein heißt ohne Schrecken seiner selbst innewerden können. (Walter Benjamin) Klingt einfach, und weist trotzdem auf eine der herausforderndsten Fähigkeiten hin, die es gibt. Mein eigenes Inneres wahrzunehmen, ohne sofort vor dem zu erschrecken, was dort ist. Ohne die Unruhe in Umtriebigkeit umzuwandeln. Ohne vor mir selbst in Arbeit,

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