Was – was ist? Ach so. Heute ist Sonntag. Da kann ich noch liegen. Mit den Schultern kuscheln. Mich ans Kopfkissen schmiegen – (Kurt Tucholsky)
«Das Schönste vom Sonntag ist der Sonnabend Abend.» Mit diesen Worten endet das Gedicht. Kurt Tucholsky wusste es schon: Der Sonntag beginnt als Versprechen - weiches Kopfkissen, keine Pflichten, einfach sein. Und endet irgendwo zwischen familiären Pflichten, Langeweile und dem leisen Grauen vor dem Montag.
Vielleicht steckt darin ein Hinweis für den Arbeitsalltag: Wenn ich am kommenden Tag etwas habe, auf das ich mich freue, ein Gespräch, ein Projekt, einen Kaffee mit einer netten Kollegin, dann habe ich auch unter der Woche Samstagabende.
Den Sonntag muss ich nicht retten. Der Trick ist, den nächsten Samstagabend schon am Sonntag zu finden und erst Recht am Montag…