Glücklich sein heißt ohne Schrecken seiner selbst innewerden können. (Walter Benjamin)
Klingt einfach, und weist trotzdem auf eine der herausforderndsten Fähigkeiten hin, die es gibt. Mein eigenes Inneres wahrzunehmen, ohne sofort vor dem zu erschrecken, was dort ist. Ohne die Unruhe in Umtriebigkeit umzuwandeln. Ohne vor mir selbst in Arbeit, Ablenkung oder Bildschirme zu fliehen.
Das ist keine Technik, die schnell gelernt ist. Es ist eher eine Haltung, eine Art, sich selbst gegenüber nicht zu reagieren, sondern anzunehmen, was ist. Glück nicht als das Fehlen von Sorgen, nicht als das perfekte Erlebnis. Sondern als die Fähigkeit, in der Stille zu bleiben, sich selbst auszuhalten, auch wenn es unbequem ist. Ein eher stilles Glück, aber ein besonders kostbares.